Butzbach brennt Feuerwerk in Kassel ab – Dezimierter Kader siegt mit 65 Punkten Vorsprung

Butzbach, 9. November 2025

Butzbach brennt Feuerwerk in Kassel ab – Dezimierter Kader siegt mit 65 Punkten Vorsprung

Was für ein Statement-Sieg! Trotz eines deutlich verkleinerten Kaders und der Abwesenheit von gleich drei Spielern der gewohnten Starting Five reisten die Butzbacher Basketballer mit neun einsatzbereiten Spielern 141 Kilometer in den Norden – in die Kasseler Emil-Junghenn-Halle –, um dort auf den Tabellenneunten ACT Kassel 3 zu treffen.

Was sich zunächst nach einer schwierigen Auswärtsaufgabe anhörte, entwickelte sich schnell zu einem der dominantesten Auftritte der bisherigen Saison – und endete mit einem Rekordsieg von 103:38 Punkten (in Summe also für jeden gefahrenen Kilometer ein Punkt).

Früher Rückschlag, dann das Feuerwerk

Das Spiel begann zunächst ausgeglichen: Kassel nutzte die ersten Minuten geschickt, traf einige schnelle Würfe und führte nach drei Spielminuten sogar mit fünf Punkten. Grund dafür war unter anderem der altbekannte „Center-Fluch“ der Butzbacher: Timo Imbrogno kassierte bereits in den ersten zwei Spielminuten zwei persönliche Fouls und musste früh vom Feld.

Doch anstatt sich verunsichern zu lassen, zündete die neue Starting Five der Butzbacher anschließend ein wahres Offensivfeuerwerk.

Mit dabei: die beiden Topscorer der gesamten Liga, Felix Schweizer (129 Punkte vor dem Spiel, Ø 21,5 Punkte pro Partie, Platz 1 der Liga) und Niklas Bilski (113 Punkte, Ø 18,8 Punkte pro Partie), unterstützt vom Rookie Mykyta Tatsenko, Philipp Neumann und Timo Imbrogno.

Nach kurzer Findungsphase fanden die Butzbacher in ihren gewohnten Rhythmus: schnelle Ballbewegungen, aggressive Defense und gnadenlos effiziente Abschlüsse. Bereits das erste Viertel entschieden sie mit 25:13 klar für sich – ein deutliches Statement an die Gastgeber und an die Liga: Platz 1 ist kein Zufall.

Neues Coaching-Duo, alte Dominanz

Besonders bemerkenswert: Die Butzbacher wurden diesmal nicht vom Head Coach Marcell Nukzepah betreut, der zeitgleich mit einer anderen Mannschaft im Einsatz war. Stattdessen übernahm Assistant Coach Julian Storck die Verantwortung an der Seitenlinie – unterstützt von Sadion Hoxhallari, der aufgrund einer Verletzung pausierte, sein Team jedoch als „Co-Coach“ lautstark pushte.

Julian Storck war extra frühzeitig aus Berlin zuückgereist, um beim Auswärtsspiel dabei zu sein – und stellte das Team perfekt ein. Mit klarem Kopf und taktischem Geschick führte er eine regelmäßige, schnelle Rotation ein, die den Spielfluss hochhielt und Kassel vor enorme Probleme stellte. Bereits im ersten Viertel kamen Jonas Schilling, Jannik Lochmann, Denis Kraus und Max Schunder von der Bank und sorgten für frischen Wind. Die Butzbacher wechselten munter durch, ohne dabei an Intensität oder Qualität zu verlieren – ein echtes Zeichen der Teamtiefe und des Vertrauens innerhalb des Kaders.

Zweites Viertel: Schweizer-Showtime und defensive Meisterleistung

Das zweite Viertel begann genau dort, wo das erste aufgehört hatte: mit schnellen Fast-Breaks, ausgelöst durch forcierten Ballverlust der Kasseler. Immer wieder stibitzten die Butzbacher den Ball, schalteten blitzschnell um und vollendeten mit krachenden Dunkings – meist durch Felix Schweizer, der an diesem Tag in absoluter Topform war.

Gleich zehnmal ließ er den Ball mit einem Dunk durch die Reuse rauschen. Doch Schweizer glänzte nicht nur als Vollstrecker, sondern überzeugte gemeinsam mit seinen 8 Mitspielern durch nahezu perfekte Teamarbeit und: Immer wieder setzten sich die Butzbacher gegenseitig in Szene, was Dreh- und Angelpunkt der Offense war.

Auch defensiv zeigten sich die Gäste von ihrer besten Seite: Die „Switch-Everything“-Verteidigung funktionierte perfekt, Kassel kam kaum noch in die Nähe des Butzbacher Rings. Das Resultat: ein Teilergebnis von 28:8 im zweiten Viertel – und ein komfortabler 53:21-Halbzeitstand.

„Heute haben wir drei Ziele!“

In der Halbzeitpause machte Coach Storck klare Ansagen:

„Heute haben wir drei Ziele: Erstens – wir scoren über 100 Punkte. Zweitens – wir halten die Gegner unter 40. Und drittens – wir probieren neue Aufstellungen aus, um für kommende Partien zu lernen.“

Mit dieser klaren Marschrichtung ging es ins dritte Viertel, das zum defensiven Meisterstück wurde: Die Butzbacher ließen gerade einmal 3 Punkte der Gastgeber zu und erzielten selbst 22 Zähler. In dieser Phase testeten sie verschiedene Lineups – von Small-Ball-Varianten über reine Rookie-Rotationen bis hin zu ausgefallenen Alley-Oop-Inbound-Plays.

Trotz der taktischen Experimente blieb die Energie hoch, die Kommunikation klar und der Teamgeist spürbar. Auf dem Feld feuerten sich die Spieler gegenseitig an, während die Bank jede Aktion lautstark feierte – pure Team-Chemie.

Viertes Viertel & Schlusspunkt mit Symbolkraft

Im letzten Viertel zeigte Kassel noch einmal Moral und traf einige Würfe, die das Ergebnis etwas freundlicher gestalteten. Doch auch hier blieben die Butzbacher die klar dominierende Mannschaft. Mit einem Bank-Shot war es schließlich erneut Felix Schweizer, der die magische 100-Punkte-Marke knackte – sehr zur Freude seiner Mitspieler, denn die symbolische „Kastenpflicht“ für den 100. Punkt war damit gesichert.

Das Spiel endete mit einem 103:38-Auswärtssieg, einem Vorsprung von 65 Punkten – der bisher höchste Sieg der Saison.

Fairness, Freundschaft und Sportsgeist

Trotz der deutlichen Niederlage zeigten sich beide Teams als faire Sportsmänner. Schon in den Tagen vor dem Spiel hatten sich die Spieler auf Instagram gegenseitig freundschaftlich geneckt und auf die Partie eingestimmt. Nach dem Spiel gab es herzliche Handshakes, gemeinsame Fotos und viel Respekt auf beiden Seiten.

Diese Begegnung war damit nicht nur sportlich, sondern auch menschlich ein echtes Highlight – ein Beispiel dafür, wie Amateursport sein sollte: leidenschaftlich, respektvoll und mit einem Lächeln im Gesicht.

Die Butzbacher zeigten in Kassel eindrucksvoll, dass sie auch in veränderter Formation ihr Spielsystem perfekt umsetzen können. Assistant Coach Julian Storck bewies taktisches Geschick und Führungsstärke, während das gesamte Team – von den Startern bis zur Bank – mit Einsatz, Spielfreude und Teamgeist überzeugte.

Mit diesem Sieg untermauern die Butzbacher nicht nur ihre Tabellenführung, sondern senden auch ein deutliches Signal an die Konkurrenz:

Diese Mannschaft ist heiß auf mehr – und bereit für die kommenden Herausforderungen.

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